Diamanten faszinieren seit Jahrtausenden die Menschen, aufgrund ihrer natürlichen Schönheit und ihrer Seltenheit sind die Edelsteine seit Entstehen der ersten Zivilisationen äußerst begehrt. Um einen kleinen Einblick in die Geschichte der Diamanten zu bekommen muss man nicht extra eine geförderte Weiterbildung in Berlin absolvieren – im Folgenden haben wir die wichtigsten Eckdaten zur Geschichte der Diamanten zusammengefasst.
Geschichte der Diamanten
Die ersten Diamanten wurden laut heute vorherrschender wissenschaftlicher Meinung im vierten Jahrtausend vor Christus in Indien gefunden, die Menschen damals schrieben den Diamanten magische Kräfte zu und setzten die Edelsteine vorwiegend für kultische Handlungen und Rituale ein. Ebenso wurden Diamante aufgrund ihrer angeblich magischen Wirkung als Talisman verwendet, fanden aber auch als Schmucksteine Anwendung. Auch die Griechen und Römer der Antike kannten schon Diamanten und setzten diese als Schmuck- oder Ziergegenstände ein, schon damals waren die edlen Steine vor allem wegen ihrer Seltenheit und Schönheit gefragte Handelsgüter und Wertgegenstände.
Nicht nur in Indien entdeckte man Diamanten, auch in Indonesien wurden um das Jahr 600 erstmals Diamantenfunde aufgezeichnet, da die Vorkommen jedoch im Vergleich zu den indischen gering waren und der Transport aus Indonesien außerdem zu aufwendig war, blieb Indien lange Zeit das Hauptabbau- und Handelsgebiet für Diamanten. Das man die Edelsteine auch bearbeiten konnte, wurde erst im 13. Jahrhundert entdeckt, da Diamanten außergewöhnlich hart und widerstandsfähig sind, glaubte man anfangs sie seien nicht formbar. In Indien lehnte man allerdings anfangs die Bearbeitung von Diamanten ab, da diese dadurch angeblich ihre magischen Kräfte verlieren würden. Der heutzutage übliche Diamantenschliff wurde erst im 20. Jahrhundert, genauer gesagt im Jahr 1910 entdeckt.
Im 18. Jahrhundert gingen schließlich die indischen und indonesischen Diamantenbestände langsam aber stetig zur Neige, ein portugisisches Forscherteam das eigentlich auf der Suche nach Gold war, entdeckte schließlich in Brasilien die ersten Diamantenfunde außerhalb des asiatischen Kontinents. Im 19. Jahrhundert kamen Funde in Südafrika hinzu was auch dringend nötig war, denn die brasilianischen Bestände gingen nun langsam zur Neige. In den folgenden Jahren ging es Schlag auf Schlag, immer mehr Diamantenbestände wurden weltweit entdeckt: 1826 Russland, 1851 Australien, 1867 Südafrika, 1901 Venezuela, 1906 USA, ebenfalls 1906 auf dem Gebiet der heutigen Demokratischen Republik Kongo, 1908 in Nambia, 1912 Angola, 1920 an der Westküste Afrikas und schließlich 1969 in China.
Heute ist Australien der Hauptlieferant für Diamanten, daneben werden auch in Afrika in großen Mengen Diamanten abgebaut. Die Diamanten aus Afrika die auch teilweise als Blutdiamanten bezeichnet werden, werden teilweise unter menschenunwürdigen Bedingungen abgebaut und dienen auch oft dazu Bürgerkriege zu finanzieren. Laut dem Kimberly Abkommen ist der Handel mit sogenannten Blutdiamanten untersagt, in der Praxis ist jedoch aufgrund häufig gefälschter Zertifikate ein Nachweis über die einwandfreie Herkunft eines Diamanten schwierig.
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