Seit tausenden von Jahren ist die Menschheit fasziniert von Gold. Bei Gold handelt es sich um ein chemisches Element und Edelmetall, dessen Bezeichnung sich von dem indogermanischen Wort für „glänzend“ oder „gelb“ ableitet und diese Bezeichnung wahrscheinlich aufgrund seines Aussehens erhalten hat. Gold wird seit vielen tausenden Jahr verwendet, um Schmuck und Rituelle Gegenstände herzustellen. Darüber hinaus wird es seit dem sechsten Jahrhundert vor Christi als Zahlungsmittel in Form von Münzen verwendet.

Die Anfänge des Handels mit Gold können nicht genau datiert werden, doch sie reichen weit in die Geschichte der Menschheit zurück. In der Zeit des Altertum wurde Gold erstmalig von Menschen entdeckt. In vielen Gesellschaften und Kulturkreisen gilt Gold als Symbol von hohem Reichtum und zeugt von einer hohen sozialen Stellung seines Besitzers. In vielen Ländern ist der Besitz von Gold und Goldschmuck ein Maßstab für den materiellen Wohlstand einer Person. Zudem wird Gold als Devise in vielen Kulturen höher geschätzt und geachtet als Papiergeld, da es mehr Sicherheit ausstrahlt. Gold ist bis in die heutige Zeit ein wichtiges Material, mit dem Handel betrieben wird. Schmuck aus Gold ist auf der ganzen Welt beliebt, der Schmuckankauf und -verkauf ist seit dem Mittelalter ein florierendes Geschäft.

In Europa entstand im 16. und im 17. Jahrhundert ein so genannter Goldstandart. Dabei handelt es sich um ein Maß, mit dem die Wertigkeit einer Währung angegeben wird, der Grad der Deckung einer Währung durch Gold. Der Goldstandart hatte auf internationaler Ebene seinen Durchbruch in den 1870er Jahren. In der damaligen Zeit waren die Industrieländer nicht besonders beliebt. Es bildeten sich politische Bewegungen heraus, die den Goldstandart ablehnten und statt seiner die Einführung von Papiergeld als Zahlungsmittel forderten. Im Laufe der Jahrhunderte kam es immer wieder zu derartigen Protestbewegungen, der Goldstandart erlebte zahlreiche Höhen und Tiefen.

Im 20. Jahrhundert hatten die beiden Weltkriege einen sehr prägenden Einfluss auf die Finanzmärkte der Welt. Die weltweite Finanzkrise und ihre Folgen wirkten sich in den 20er und 30er ebenfalls auf den globalen Finanzmarkt aus. 1994 wurden mit dem Abschluss des Bretton-Woods-Abkommens klare Regeln und Bedingungen für internationale Unternehmens- und Finanzbeziehungen zwischen unterschiedlichen Ländern festgelegt. Zweck dieses Abkommens war es, den internationalen Devisenmarkt besser unter Kontrolle zu haben. Das Abkommen hatte jedoch nur bis 1971 Bestand, da ab dann der US-Dollar nicht mehr in Gold umgetauscht werden konnte.
In der heutigen Zeit ist Gold eine Währung, mit der auf dem Börsenparkett gehandelt werden kann. Daneben ist seine Beliebtheit als Material zur Schmuckherstellung nach wie vor ungebrochen. Goldschmuck gilt als klassische und edel.